“Erfolg beginnt im Kopf - gut sein, wenn’s drauf ankommt”
Im Rahmen des VI. Unternehmerforums der Stiftung Stadt Wittlich in Zusammenarbeit mit „inmit“ (Institut für Mittelstandsökonomie an der Uni Trier) hielt Prof. Dr. Hans Eberspächer einen Vortrag in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge in Wittlich. Der Deutsch LK der Jahrgangsstufe 11 und die business@school-AG von Herrn Patzak durften diesem interessanten und humorvollen Vortrag auf Einladung von Frau Josten beiwohnen.
Eröffnet wurde der Vortrag von Herrn Eberspächer durch eine Rede des Bürgermeisters der Stadt Wittlich, Joachim Rodenkirch, anschließend folgte ein einstündiger Vortrag.
Sportpsychologe Eberspächer betreute schon viele Spitzensportler und ist der Meinung, dass der Kopf eine entscheidende Landschaft für den Menschen ist, denn laut ihm beginnt dort alles. Wenn Menschen aus ihrer Routine gebracht werden, und nicht darauf trainiert sind, denken sie in schwierigen Situationen immer über mögliche Konsequenzen nach. Um zu gewinnen sind mentale Bedingungen von großer Wichtigkeit. Nur an die Konsequenzen zu denken, gäbe keine Sicherheit, so der Sportpsychologe. Man sollte an die Konsequenzen vorher und nachher denken, nicht während einer herausfordernden Situation, da dies das Handeln beeinflusst. Diese These belegte der Mentaltrainer mit einem Beispiel. Wenn ein Fußballer bei dem entscheidenden 11-Meter über die Konsequenzen nachdenken würde, würde er sich unnötig unter Druck setzen und womöglich den Elfmeter verschießen. Man sollte sich immer auf seine Kompetenzen besinnen, da man sich dadurch selber Mut verschafft und stark wird. Eberspächer: “Es gibt immer ein Risiko. Es gibt keine Chance ohne ein Risiko.”
Des Weiteren ist er davon überzeugt, dass man in schwierigen Situationen sich Schritt für Schritt, wie ein Navigationssystem im Straßenverkehr, an das Ziel wagen soll. Dabei ist jeder Schritt entscheidend, am wichtigsten ist jedoch der Schritt, den man genau in diesem Moment macht. Er nennt dieses Prinzip „die eigene Handlungssteuerung“ in schwierigen Situationen, da es einem verhilft, sich nicht zu emotional sondern eher sachlich ans Ziel zu begeben.
Außerdem sagt er, dass jeder für sich selbst der wichtigste ist. Jeder Mitarbeiter oder jedes Gruppenmitglied ist gleich wichtig, denn jeder ist ein „Experte“. Wenn auch nur einer fehlt, kann das System nicht mehr richtig funktionieren und alle anderen können ihren Job nicht mehr adäquat erledigen. Als Beispiel benannte Herr Eberspächer eine Fußballmannschaft: Wenn dort ein Spieler fehlt, haben es die übrigen Mannschaftskameraden viel schwieriger, zum Erfolg zu kommen.
Man muss selbstbewusst sein und sich immer wieder selbst Mut zu sprechen, dass es einen stärkt. Nur so kann man gewinnen. Jeder hat seine Kompetenzen, auch wenn man es vielleicht nicht immer weiß.
Der Mentaltrainer sagt weiter, dass man fokussiert sein muss, um etwas zu erreichen. “ Fokussiert heißt für mich, sei mit deinem Kopf und Bauch da, wo dein Körper handelt.” Wer fokussiert ist, der befasst sich nur damit, was in diesem Moment passiert.
Jedoch bemerkte er, dass viele Menschen sich auf die Vergangenheit oder die Zukunft fokussieren, anstatt auf das Jetzt. Denn man könne immer nur an einem Ort sein, zu einer Zeit, und dem sollte man sich bewusst werden. Eberspächer erklärt so auch, warum man manchmal die Zeit vergisst, wenn man sich mit etwas beschäftigt, was man gerne macht. Durch das Fokussieren auf diese bestimmte Sache ist man so abgelenkt, dass man an nichts anderes denkt. Genau das Gegenteil passiert, wenn man etwas macht, dass einem keine Freude bereitet. So glaubt der Mensch, die Zeit würde nie vorbei gehen und schaut daher ständig auf die Uhr. Er ist also fokussiert auf die Vergangenheit oder die Zukunft, er befindet sich nicht mit den Gedanken im Hier und Jetzt.
Passend dazu gab er uns zum Schluss mit auf den Weg, nach solchen Augenblicken zu schauen in denen wir die Zeit vergessen können und glücklich darüber zu sein, denn es gibt genug Menschen, die dies nicht können, da sie mit ihren Gedanken ständig in der Zukunft sind und so den Moment nicht genießen.
Man konnte Herrn Eberspächer wirklich anmerken, dass er seine Tipps für den sicheren Erfolg im Leben wirklich beherzigt, da er sehr zufrieden und gelassen wirkte.
Für uns als Deutsch LK und Business-AG war es eine sehr großzügige Geste der Stiftung der Stadt Wittlich, dass wir diesen Vortrag besuchen durften. Herzlichen Dank dafür sagen die Schülerinnen und Schüler der Stufe 11.
Lea Brand für die Medien-AG
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